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Monika Sim
Künstlerin & Designerin

Prinzenstrasse 12
D-25840 Friedrichstadt
Germany

Brandu - der Hintergrund

Vor einigen Jahren fand ich das historische Brettspiel Hnefatafl.

Im Zusammenhang mit diesem Wikinger-Brettspiel wurde Brandu ganz im Hintergrund und als keltische Version von Hnefatafl erwähnt. Uns interessierte aber gerade diese keltische Version, denn mein Mann ist Schotte. Also forschten wir gezielt nach Brandubh und fanden Faszinierendes.


Minneturm (Detail) von Künstlerin Monika Sim

Es wurde zur Ausbildung der Jugend gespielt.

Es war bei der Ausbildung der adligen Jugend unverzichtbar. Sie sollten 24 Fertigkeiten beherrschen und Brandu war eine davon.

Dieses Tatikspiel schulte den Geist und das taktische Denken, welches damals für den Adel, der ja im Notfall ein Heer führen mußte, wichtig war. Die junge Elite konnte an diesem Spiel auch viel über das Leben, die Menschen und das Universum lernen.

Der keltische Gedanke des ” das Alles im Einem vorhanden ist” ließ Druiden dieses Spiel als Sinnbild für das Universum in religösen Zeremonien spielen.
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Brandubh in den alten keltischen Legenden

In vielen keltischen Legenden wird das hoch angesehene Brettspiel als Brandubh, Branddu, Gwyddbwyll, Fidcheal etc. erwähnt, leider wird es in den Übersetzungen oft irreführend mit “Schach” oder “Brettspiel” übersetzt. Es ist also nicht mehr zu erkennen, wenn man nicht um diesen Hintergrund weiß.

Ab dem 12. Jahrhundert brachten die Kreuzritter das unbekannte Schachspiel sozusagen als exotisches Souvenir mit. Auch schon damals waren fremde Dinge oft interessanter als das, was man schon lange hat und so geschah es auch mit Brandubh und allen anderen Formen dieses Spiels.

Schach übernahm dann langsam im Mittelalter die Stellung des Brandu in der keltischen Gesellschaft.

Es nahm die selbe Stellung in der Gesellschaft ein, das es noch schwerer für uns machte, zu verstehen, welches Spiel gemein war. Aber man knan am Alter der ersten Legenden erkennen, daß es damals noch kein Schah in diesen Gegenden gab.

In vielen Stellen in den keltischen Legenden kann man eben dieses “Schach” bzw. “Brettspiel” durch “Brandu(bh)” ersetzen.
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Druide (Detail) von Künstlerin Monika Sim

Ein wichtiger Teil der keltischen Gesellschaft

Brandu war weit mehr als nur ein Zeitvertreib. Es war ein wichtiger Teil der keltischen Gesellschaft. König Artus und viele irische Helden spielen es in den Legenden. Brandubh war durch den Namen mit Gott Bran, dem Gesegneten verbunden.

Er war eine wichtige Schutzgottheit der Britannier. Es ist möglich, daß Schutz von Bran mit diesem Spiel erbeten oder beschworen wurde. Der König in der Mitte versucht ja sich unter den Schutz der Eckfelder, Provinzen oder andere Orte, zu stellen.
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Es entwickelte sich höchstwahrscheinlich aus einem einem römischen Brettspiel

Die Römer brachten wahrscheinlich ein Spiel namens Ludus Latrunculorum bzw. Latrunculi auf die britische Insel, das dort von den einheimischen Kelten übernommen und abgeändert wurde. Ludus Latrunculorum war bei den Soldaten sehr beliebt .
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Brandu-Spiel von Monika Sim

Vergessen

Brandu war Jahrhunderte lang vergessen und wurde erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt.

Heute erfreut es sich einer wachsenden Beliebtheit, es ist heute genau so aktuell wie vor über tausend Jahren.

Monika Sim